Ein Klassiker deutscher Küche
Kasseler? Mit Sauerkraut und Kartoffeln? Ich liebe die gute alte Hausmannskost! Sie ist simple in der Zubereitung und jedes Mal ein Genuss für meinen Gaumen. Das Fleisch ist so zart, dass man es förmlich mit der Zunge zerdrücken kann. Dazu kommt, dass man mit wenig Aufwand ganz viele Leute satt bekommt. Ein echter Geheimtipp.
Zutaten für 4 Personen:
- 2 kg Kasseler Kamm im Stück (nicht Kasseler Kotelett)
- 5 Zwiebeln
- 1 kg Weinsauerkraut (aus der Dose)
- Etwas Speck zum Ausbraten
- 2 Lorbeerblätter
- 1 kg Kartoffeln
- Salz und Pfeffer
- dunkle Mehlschwitze (Roux), zur Not Soßenbinder dunkel
- Öl zum Anbraten
Zubereitung:
Bei Kasseler achte ich immer besonders darauf, dass ich einen Kamm kaufe und nicht Kasselerkotelett. Das ist deswegen so wichtig, weil das Kotelett sehr trocken ist. Der Kamm hingegen ist sehr saftig und zerfällt, wenn man ihn mit Gabeln auseinander zieht. Man sollte sich auch nicht von dem Fett abschrecken lassen. Nur weil dieses Stück so schön durchwachsen ist, kann es so schön saftig werden.
Da so ein Stück Kasseler ja gepökelt (also in Salz eingelegt) wurde, braucht man es nicht würzen. Daher brate ich das Fleisch nur in etwas Öl an (dafür nehme ich eine Feuerfesten großen Schmortopf oder eine Bräter). Durch das Anbraten möchte ich erreichen, dass sich viele Röstaromen entwickeln, welche nach einer Zeit am Topfboden zu sehen sind. Nach 5 bis 10 Minuten Anbraten gebe ich vier Zwiebeln (geviertelt) dazu und lasse sie kurz mit braten, bis auch diese etwas Farbe angenommen haben. Jetzt wird alles mit Wasser abgelöscht, so dass der Kasseler gut bis zur Hälfte bedeckt ist.
Jetzt kommt der Braten in den Ofen. Die Temperatur sollte ca. 180°C betragen und je nach Größe des Stückes sollte die Garzeit zwischen 3 und 4 Stunden liegen. Zunächst lasse ich den Deckel drauf, wobei ich ihn nach der Hälfte der Garzeit abnehme, damit sich eine schöne Kruste bilden kann. Alle halbe Stunde sollte das Stück gewendet und mit Bratensaft übergossen werden.
Das Sauerkraut gebe ich in eine Topf und gieße einen kleinen Schluck Wasser dazu und lasse es bei geringer Hitze mindestens eine ¾ Stunde durchziehen. Dazu kommen noch zwei Lorbeerblätter. Zum Ende der Garzeit gebe ich noch eine fein gewürfelte Zwiebel und in einer Pfanne ausgelassene Speckwürfel hinzu. Das gibt einen lecker würzigen Geschmack.
Die Kartoffeln schälen, waschen, auf die gewünschte Größe schneiden und mit kaltem Salzwasser aufsetzen. Ca. 15 – 20 Minuten kochen lassen, abgießen und dämpfen nicht vergessen.
In der Zwischenzeit den Kasseler aus dem Bratensaft nehmen, aufschneiden und in einer Ofenform bei ca. 100°C im Ofen warm halten. Den Bratensaft auf dem Herd zum kochen bringen (man kann ihn auch in eine anderen Topf umfüllen) und mit Soßenbinder andicken, bis die Soße die gewünschte Konsistenz hat. Noch mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
Jetzt alles zusammen servieren und guten Appetit. Viel Spaß beim Kochen und Genießen. Eure Winnegirl.
Dir gefällt das Rezept, dann drucke es für alle deine Freunde aus, maile es jedem den du kennst und bring das Rezept zu Facebook.




[38]





1. Januar 2008 um 12:30
Ein Gedicht
Ich brate das Kassler auch an und tue dann Zwiebeln dazu. Allerdings kommt das Sauerkraut dann mit in den Topf und alles zusammen wird auf niedriger Flamme erhitzt. So wird das Fleisch auch gar und das Sauerkraut bekommt einen angenehmen Geschmack. Sauce braucht es bei mit garnicht, dafür ist das Kraut da und anstelel von Kartoffeln gibt es Püree.
Beim nächsten Mal wird Deine Variante ausprobiert!
Gruß,
Sebastian
1. Januar 2008 um 13:40
Ich tue das Fleisch auch mit ins Kraut hinein, so bleibt es noch saftiger. Und dem Kraut gebe ich noch Äpfel und ein paar Wacholderbeeren. Und das habe ich in diesem Winter erst zweimal gegessen – definitiv zu wenig!
Was für einen Wein trinkt ihr denn dazu?
1. Januar 2008 um 12:22
Hallo Matthias,
ich muss ehrlich gestehen, dass ich gar keinen Wein dazu trinke. Ich bevorzuge schlichtes Wasser, damit ich den wunderbaren Geschmack nicht verfälsche.
Aber wenn Du einen passenden Wein empfehlen kannst, würde ich ihn gerne ausprobieren. Was Wein angeht, bin ich auf gute Tipps angewiesen.
gruß. winnegirl.
1. Januar 2008 um 09:07
Bier passt natürlich auch, und manchmal bevorzuge ich es auch
Als Wein nehme ich meistens einen kräftigen, einfachen Pfälzer Riesling mit etwas Restsüße. Wäre allerdings gespannt auf weitere Ideen (die sicher existieren…)
Viele Grüße
Matthias
11. November 2008 um 17:48
Setze gerade dein Rezept um.Danke für die guten Tips
7. Juli 2009 um 16:59
Hi Claudi, erstmal: superschöne Seite!
Zweitens: ich musste gleich als erstes nach diesem Rezept schauen, weil ich es wirklich in sehr guter Erinnerung habe. Aber eigentlich hab ich immer gern gegessen, was Du gekocht hast
Weiter so!
lg, Mone
3. März 2010 um 22:22
Hi Winnegirl,
dein Rezept kenne ich auch so.Ist seeeehr lecker!
Hab ein anderes für dich, ist auch lecker.
Kasseler mit Sektkraut
1 Zwiebel fein hacken und in Schmalz dünsten. Ca 750g fertiges Sauerkraut daraufgeben.3 saftige feste Birnen schälen, Kerne raus, in Scheiben schneiden und unter das Kraut heben.Mit Pfeffer und Salz würzen, mit 100ml Fleischbrühe aufgießen, 10 Min. zugedeckt ziehen lassen.
Die Kasseler dünn mit Senf bestreichen.Pfanne erhitzen Bratfett oder Öl hinein geben,Kasseler von jeder Seite ca. 2 Min. braten. Das fertige Kraut mit 1 Piccolo Söhnlein Rheingold auffüllen. Verteile das Kraut auf die Teller,gib die Kasseler dazu,eine Brise Pfeffer aus der Mühle darüber und fertig.Da brauch ich nicht mal Kartoffeln. Du kannst auch das Kraut mit 100ml Crème fraìche abschmecken. Das Gericht ist für 4 Personen. Ach ja,nimm Koteletts ohne Knochen.
Laß es dir gut schmecken.
LG Winni
9. September 2010 um 08:13
Rezept gegoogelt .. gefunden und für gut befunden! Vielen Dank … Gruss
11. November 2010 um 23:20
Ja, ich finde das Sauerkrautrezept so viel besser:
-Sauerkraut (ungekocht) 5 kg für 15 pers
-eine grosse Hand voll Wacholder
-frische Loorbeerblätter
-10 Âpfel
-4 bio Zwiebeln
-2 Schweinshaxen-bio
-1 Kasseler geräuchert(gibt es in Frankreich nicht bio)
-15 geräucherte Knackwürste(bio Schwein)
-7 geräucherte Würste aus Lyon
-15 Frankfurter bio
-2 Flaschen Riesling (trocken)
Zwiebeln in Gänsefett schmoren, die geschnitzen Aepfel und das Kraut drauflegen mit dem Fleisch.Eine halbe Fl Riesling drüber giessen.
Langsam köcheln.Den Rest der Flasche Riesling übergiessen usw 45 min.
warm halten.
Noch eine halbe Flasche düber giessen , noch 15 min köcheln.
Die Würste darauflegen.Köecheln.
Im Grunde kann man Spätzle(hausgemacht) dazu essen.Aber mit 15 Gästen, ist ein Kartoffelbrei, hausgemacht , einfacher.Guten Appetit!….(als Nachtisch Schokoladekuchen).
–der Riesling kann auch durch Champagner erstetzt werden–
Yuta
1. Januar 2011 um 07:32
Wirklich klasse. Ich kenne das Rezept aus Ungarn. Da wird der Kassler Kamm/ Nacken ca. 3 Stunden sprudelnd gekocht und im heissen Wasser auskühlen lassen. Danach ist das Fleisch eine Woche haltbar und kann in der Microwelle in 3 Minuten heiss gemacht werden. Michael
2. Februar 2011 um 13:15
Bis jetzt habe ich immer diese fertigen Kotelett gekauft – wollte es aber nun mal quasi selber machen. Ich hab erstmal das Fleisch richtig scharf angebraten, danach minimal Speck und eben deine Zwiebeln dazu. Bis zum Wasser und Ofen hab ich das so gemacht, wie dus gesagt hast
Sauerkraut ist leicht angeduenstet, wartet aber nun drauf, dass die letzte halbe Stunde das stueck Fleisch dazu kommt. Werd dann die Soße mit bisschen Wein abschmecken und, damit die Zwiebeln nicht in der Größe rumschwimmen, etwas puerieren.
Im großen und ganzen bin ich gespannt, ob ich das hinbekomme =) Dazu gibts einfach Rosenkohl, nach dem Garen mit Zwiebeln etwas anbraten. Natuerlich auch Kartoffeln, die ich mit Kuemmel koche. Irgendwie schmecken die dann einfach besser, als nur mit Salz
Vielen dank! Blog gleich mal speichern.
3. März 2011 um 07:57
Vielen, vielen Dank für dies einfache Rezept.
Ist total super lecker.
MMMMMMMMMMMMMMMHHHHHHHHHHHHH.