Die K(r)esse aus dem Brunnen
Einer ihrer bekanntesten Liebhaber war ein Franzose – Napoleon. Er liebte Brunnenkresse und ließ sie eigens für die Winterszeit an den Quellen von Nîmes kultivieren. Doch war er nicht der Erste, bereits die Römer wussten um die Kräfte dieser Wild- und Heilpflanze und taten dies lange vor ihm. Nach ihnen entdeckten die Klosterbrüder verschiedener Mönchsorden die Brunnenkresse als Heilpflanze und deren medizinischen Nutzen.
Im mittelalterlichen Frankreich fand die Brunnenkresse ihre stärkste Verbreitung, dort wird sie heute noch in Hydrokulturen angebaut. In Deutschland ist Erfurt einer der bekanntesten Orte für den Anbau der Kresse.
Gesund und munter
Die Brunnenkresse liebt dagegen keinen Franzosen, sie bevorzugt Wasser. Kaltes und klares Quellwasser oder kleine Gebirgsbäche. Sauber und langsam fließend muss für sein. Sie läßt sich auch in Brunnen nieder, wie ihr Name ahnen läßt.
Wer es sich so gut gehen läßt, der ist auch lecker. Sie zeichnet sich durch einen würzig-rettichartigen Geschmack aus. Enthält reichlich Vitamin C, auch A, D und E sind vertreten. Brunnenkresse ist wohl das jodreichste Würzkraut Europas. Ein sehr gesundes Kraut.
Gekonnter Einsatz
Grobgehackt passt sie als würzige Zutat in Salate und Suppen. Am besten macht man aus ihr eine schöne Schüssel Frühstückskräuter oder einen herrlichen Frühlingsquark (Dieses Rezept folgt, sobald ich wieder Brunnenkresse habe). Geschmacklich gibt es einen spürbaren Unterschied zwischen wilder und gezüchteter Brunndenkresse, wild ist viel intensiver. Wer sich auf die Suche in freier Wildbahn macht, sollte sich nur so viel pflücken wie er verzehren möchte. Es empfiehlt sich die jungen Blätter zu pflücken, dabei die Wurzeln nicht mitnehmen. So bleibt die Pflanze erhalten und erfreut eventuell auch andere Feinschmecker.
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9. September 2007 um 10:47
Mag nicht nur Napoléon gerne!
Leider hält sie sich nicht so gut, am besten, man gibt sie gleich in kaltes Wasser…
9. September 2007 um 14:47
Mag ich auch gern, zumal die Brunnenkresse schon bei den alten Kelten sehr beliebt war.
Leider ist mein diesjähriger Anbauversuch gescheitert.
Irgendwelche ” kleinen Viecher ” haben erst die Blätter zerlöchert, dann war es das.
Freue ich mich auf die Winterfensterbankkresse.
9. September 2007 um 23:28
Winnegirl und ich haben es dieses Jahr auf unserem Balkon probiert. Ein echter Fehlschlag. Balkonien auf der Nordseite ist einfach zu schattig, zusätzlich braucht die Brunnenkresse auch ordentlich Wasser. Südseite und ein ständig feuchter Boden sollten bessere Chancen auf Erfolg bieten. Wie man auf den Bildern sieht (so kann es wachsen), im Garten meiner Eltern strullert ein kleiner Bach hindurch.